- Details
- Zugriffe: 24
Das dänische Duo Linebug aus Zeitz, Ostdeutschland, veröffentlicht das Album
Portraits of Invisible Places –
ein einzigartiges Kunstprojekt, bei dem Musik und Animation verschmelzen, um die Geschichten der
oft übersehenen Städte und Schicksale Ostdeutschlands zu erzählen. Das Album besteht aus zehn
Liedern, die jeweils von einem Musikvideo begleitet werden, das zehn Orte mit besonderer Geschichte
zeigt – einige tragisch, andere geprägt von Widerstandskraft und kulturellem Reichtum.

Das Album führt den Hörer an Orte, an denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verflochten
sind. Temporary Home fängt den verfallenen Charme von Zeitz ein, während The Last Hearts Made of Coal
die Geschichte ehemaliger Bergbaustädte wie Deuben erzählt, die nach einer neuen Identität
kämpfen.Eythra, ein Dorf bei Leipzig, wurde 1984 abgerissen, um Platz für die Kohleindustrie zu schaffen.
Hoyerswerda wurde in den 1990er Jahren berüchtigt für gewalttätige rassistische Unruhen.
Demmin trägt noch immer die Narben des ZwWeeiten ltkriegs, als Deutschlands größter
Massenselbstmord in der Stadt stattfand. Und in Prora steht der riesige Ferienkomplex,
der während der NS-Zeit errichtet wurde, glänzend und neu renoviert – ein Ort, der Geschichte
beherbergt und Erinnerungen an eine dunkle Vergangenheit weckt.
www.youtube.com/watch?v=GBsbODd4feo
Eythra, ein Dorf bei Leipzig, wurde 1984 abgerissen, um Platz für die Kohleindustrie zu schaffen. Hoyerswerda wurde in den 1990er Jahren berüchtigt für gewalttätige rassistische Unruhen. Demmin trägt noch immer die Narben des Zweiten Weltkriegs, als Deutschlands größter Massenselbstmord in der Stadt stattfand. Und in Prora steht der riesige Ferienkomplex, der während der NS-Zeit errichtet wurde, glänzend und neu renoviert – ein Ort, der Geschichte beherbergt und Erinnerungen an eine dunkle Vergangenheit weckt.
- Details
- Zugriffe: 33
Michael Bäuerle
schreibt aus dem Leben.
In Dohna wird er in einer ca. 2x45 min Lesung 2 Bücher vorstellen.
Seien Sie gespannt, zu erwarten sind Texte die das Leben schrieb, nachdenklich und offen.

Willkommen in der gnadenlosen Realität der Arbeitswelt, in der die menschliche Würde oft unter dem Druck von Maschinen, Erwartungen und Ausbeutung zerbricht. Mit rauer Sprache und ungeschönten Bildern taucht Michael Bäuerle in seiner Kurzgeschichtensammlung Ochsen-Jobs tief in die Abgründe des Arbeitsalltags ein.
Ob es der resignierte Schlachthofarbeiter ist, dessen Routine ihn langsam auffrisst, die gescheiterte Trapezkünstlerin, die an den unsichtbaren Seilen der Gesellschaft hängt, oder die verzweifelte Suche nach Sinn jenseits von Asphalt und Blut - jede Geschichte ist ein Schlag in die Magengrube, eine Einladung, den Blick nicht abzuwenden, sondern hinzusehen.
Bäuerle nimmt seine Leser mit an Orte, die man lieber meiden würde, und zeigt dabei mit messerscharfem Sarkasmus und bitterem Humor, wie Arbeit nicht nur Existenzen, sondern auch Träume zerstören kann. Doch da, wo sich Dunkelheit breitmacht, blitzen auch Momente der Hoffnung auf - manchmal leise, manchmal mit der Wucht eines Bolzenschusses.
Ein literarischer Wachrüttler für alle, die glauben, dass Arbeit allein den Menschen adelt. Ochsen-Jobs ist unbequem, ehrlich und verstörend aktuell. Ein Buch, das bleibt - wie die Spuren, die es hinterlässt.

Vergessen, abgestellt, unsichtbar - in Michael Bäuerles finsteren und sozialkritischen Kurzgeschichten stehen jene im Mittelpunkt, die die Gesellschaft längst abgeschrieben hat. Mit schonungsloser Direktheit erzählt er von Menschen, die zwischen Einsamkeit, Armut und Hoffnungslosigkeit gefangen sind. Besonders ältere Menschen, vereinsamt in ihren kleinen Wohnungen, kämpfen mit Erinnerungen, mit ihrer Umwelt - und manchmal mit ihrem eigenen Verstand.
Ob der alte Mann, der in seiner stillen Wohnung nur noch mit Geistern der Vergangenheit spricht, oder die Frau, die im Schatten der Stadt nach einer letzten Daseinsberechtigung sucht - diese Geschichten sind roh, beklemmend und erschreckend nah an der Realität. Es sind Einblicke in ein Dasein, das oft hinter verschlossenen Türen stattfindet. Ein Leben, das niemand sehen will.
Bäuerles Sprache ist ungeschönt, rau und direkt. Kein literarischer Zuckerguss verdeckt die harte Wahrheit, keine versöhnliche Moral entlässt den Leser in ein gutes Gefühl. Diese Geschichten tun weh - weil sie wahr sein könnten.
Mit viel Gespür für das Unausgesprochene fängt der Autor die Verlorenheit jener ein, die vom Leben vergessen wurden. Es sind Geschichten über das Altern, das Scheitern, das unsichtbare Leiden - und manchmal über kleine Momente der Wärme in einer eiskalten Welt.
Ein Buch für alle, die bereit sind hinzusehen. Und für jene, die sich fragen, was passiert, wenn das Leben einen auf das Abstellgleis schiebt - und niemand mehr nach einem sucht.
Seite 30 von 32