Stahlquartett

Das Ensemble wurde im Sommer 1999 von dem Musiker und Instrumentenbauer Jan Heinke
gegründet. Es vereint neben dem Gründer die Musiker Alexander Fülle, Michael Antoni und
Peter Andreas.
Die aus Eisen gefertigten, Stahlcello genannten Eigenkonstruktionen wurden in Stimmung und
Spielbarkeit so konzipiert, daß sie die Umsetzung komplexer Kompositionen und Harmonik
erlauben. Es sind synästhetische Objekte, die ihrem Spielort auch visuell begegnen.
Stahlcelli sind Streichinstrumente. Ein massiver Träger verbindet eine Serie verschieden
langer, gestimmter Stäbe mit einer resonierenden Edelstahlfläche, die dem Klang eigene
Räumlichkeit und Zeitmaß verleiht.
Das STAHLQUARTETT spielt vorwiegend akustisch. Über den kammermusikalischen Rahmen
hinaus werden die Instrumente elektrisch verstärkt und klanglich bearbeitet.
In Zusammenarbeit mit anderen Ensembles oder Solisten werden stilistische und
Wahrnehmungsgrenzen mit Bedacht aufgelöst und neue musikalische Formensprachen
entwickelt.
Das Repertoire umfaßt neben eigenen Kompositionen auch Interpretationen klassischer bis
kontemporärer Werke. Geprägt vom Charakter des Stahlklangs sind die Stücke jenseits ihrer
zeitlichen Ursprünge in einem gemeinsamen Kontext von Gestaltungsmöglichkeiten zu
erleben.
Die Konzerte des STAHLQUARTETTs sind sowohl Event als auch
scheinbar unauffälliger Hintergrund, der die Atmosphäre eines Ortes
ebenso beeinflusst wie dessen Farbigkeit oder Architektur.
Die Musik mischt sich ein in die akustische
Landschaft von Straßen, Parks und Industriebauten.
